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Österreichs nachhaltige Unternehmen 2021: Auszeichnung des KURIER auf Basis der IMWF-Analyse

Am 7. November 2020 hat der KURIER in seiner Samstags-Beilage die augezeichneten Unternehmen der diesjährigen Nachhaltigkeits-Studie vorgestellt. Die Analyse wurde vom IMWF in enger Zusammenarbeit mit Milestones in Communication erstellt und zeigt, welche Unternehmen in Österreich als besonder nachhaltig wahrgenommen werden.

Die folgenden Texte stammen aus der KURIER-Beilage zum Nachhaltigkeits-Siegel 2020. Die gesamte Beilage steht hier unten zum Download bereit:

Österreichs nachhaltige Unternehmen


Das Thema Nachhaltigkeit ist längst ein zentrales Anliegen vieler Unternehmen. Eine Studie macht

die nachhaltigen Unternehmen in Österreich sichtbar.

Der Klimawandel, aber auch die Corona- Pandemie und ihre wirtschaftlichen wie sozialen Folgen rückt ein Thema immer mehr in den Vordergrund – Nachhaltigkeit. Seit einigen Jahren gibt es nun schon den Bereich der Corporate Social Responsibility in dem Unternehmen sich verschiedenen Umweltschutzthemen oder auch sozialer Verantwortung annehmen und ihre finanziellen Mittel und ihre Aufmerksamkeit diesen widmen. Diese Aktivitäten nutzen Unternehmen dann auch in der Kommunikation, um ein positives Image von sich zu verstärken.

Unternehmerische Verantwortung. Nachhaltigkeit ist dabei eben mehr als Umweltschutz und das Bemühen gegen den Klimawandel zu agieren. Ganz generell werden dabei drei Bereiche miteinander verbunden: Ökologische und soziale Nachhaltigkeit und eine Unternehmensführung, die auf den Fortbestand des Unternehmens achtet. Im englischen ist dies „Environment, social and governance“, kurz ESG. Diese Kriterien sind aber nicht nur immer mehr Konsumenten wichtig, die auch danach entscheiden, bei welchen Unternehmen sie einkaufen, sondern etwa auch in der Finanzwirtschaft. Das EU-Parlament hat einen Aktionsplan entworfen, der zum Ziel hat, dass Investments nur mehr in Unternehmen getätigt werden, die nachhaltig agieren und zumindest ein paar grundlegende Regeln einhalten.

Entwicklungsziele. Doch was bedeutet dies für die Unternehmen konkret und was können sie tun, um nachhaltiger zu agieren? Eines der besten und umfassendsten Programme in diesem Bereich kommt von der UN, den Vereinten Nationen, und nennt sich SDGs. Die Sustainable Development Goals sind das Kernstück der Agenda 2030 „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltigeEntwicklung“, der global gültigen Entwicklungs-/und Nachhaltigkeitsstrategie der Vereinten Nationen. Aber auch die EU hat sich Nachhaltigkeit längst auf ihre Fahnen geheftet.

Zeichen für die Umwelt. Und es gibt auch in Österreich verschiedene Zeichen und Zertifikate mit denen sich umweltfreundliche Unternehmen auszeichnen lassen können. Eines davon ist das Gütesiegel Nachhaltiges Unternehmen. Milestones in Communication und IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung haben in einer Studie diese Unternehmen identifiziert. Der KURIER ist Medienpartner des Gütesiegels.

Zur Methode: Das steckt hinter dem Gütesiegel

Die Daten für das Gütesiegel „Österreichs Nachhaltige Unternehmen“ basieren auf einer Studie, die im Untersuchungszeitraum 1.September 2019 bis 31.August 2020 durchgeführt wurde. Dabei konnten über 1 Mio. Nennungen zu den etwa 1.800 bekanntesten Unternehmen Österreichs identifiziert und zugeordnet werden. Die Datenerhebung für das Social Listening erfolgt in zwei Stufen. Der erste Schritt ist das so genante Crawling. Hier werden von unserem Partner Ubermetrics Technologies sämtlicheTexte, welche die Suchbegriffe enthalten, aus dem Netz geladen und in einer Datenbank erfasst.

Zuordnung. In der zweiten Stufe, dem sogenannten Processing, wurden die Daten nach den Vorgaben des jeweiligen Untersuchungsgegenstandes analysiert. Der Studien-Partner Partner Beck et al. Services hat mittels künstlicher Intelligenz (KI) dieDaten in in Textfragmente aufgeteilt und anschließend analysiert: Fragenwaren hier:

  • Welches Unternehmen wird erwähnt?
  • Welches Thema wird besprochen (so genannte Eventtypen) ?
  • Und welche Tonalität weist das Textfragment auf – positiv, neutral oder negativ?

Die Zuordnung der Erwähnungen zu einem Eventtyp erfolgt mit Hilfe definierter Keywords sowie Text- und Satzteilen, welche die sprachlichen Variationen breit abbilden und umfassen. Die im Processing verwendete KI kategorisiert die gefundenen Textfragmente in einzelne Themengebiete. Die sechs in dieser Studie verwendeten Eventtypen beinhalten unter anderem folgende Themen:

  • Ökologische Nachhaltigkeit: Umgang mit natürlichen Ressourcen/Rohstoffen, Umweltverschmutzung/ Umweltschutz, Recycling
  • Ökonomische Nachhaltigkeit: Gesundheitsschutz/Arbeitsschutz, Gender Pay Gap, Spendenaktionen
  • Soziale Nachhaltigkeit: Integration und Inklusion, soziales Engagement, Menschenrechte/Kinderrechte
  • Ansehen: Reputation/Ruf, Stolz, Image/Status
  • Technologie: Digitalisierung, Hightech, technologischer Fortschritt
  • Innovation: Innovationen, Vernetzung, Produkterneuerung

Es genügt aber nicht, allein in einer Dimension zu glänzen. Jede der betrachteten Dimensionen ist wichtig für die gesamte Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens. Die Eventtypen Innovation, Technologie und Ansehen gehen zu jeweils etwa 13 Prozent in die Berechnung ein. Die Gewichtung für die Eventtypen ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit beträgt jeweils 20 Prozent.

Punktewertung. In der letzten Stufe werden die Erwähnungen mit einer Sentiment-Analyse bewertet. Zur Berechnung der einzelnen Punktwerte werden für jedes Unternehmen und jeden Eventtyp folgende zwei Werte ermittelt: Zum einen die Differenz aus positiven und negativen Nennungen geteilt durch die Gesamtzahl der Nennungen (Tonalitätssaldo), zum anderen die Anzahl der Gesamtnennungen im Verhältnis zum Mittelwert der Branche (Reichweite). Anschließend werden beide Werte zu einem ersten Punktwert verrechnet. Je reichweitenstärker ein Unternehmen ist, desto stärker wirkt sich die Tonalität aus, also ob die Kommunikation überwiegend positiv oder negativ gefärbt ist. Die so gewichtete Punktzahl jedes Eventtyps wird anschließend zu einer Gesamtpunktzahl für jedes Unternehmen zusammengefasst. Das beste Unternehmen erhält 100 Punkte. Unternehmen, die mindestens 60 Punkte in der Gesamtwertung erreichen, erhalten die Auszeichnung „Nachhaltiges Unternehmen Österreichs“. Insgesamt wurden 422 Unternehmen ausgezeichnet.