Reputation der Bau-, Bauzuliefer- und Immobilienbranche 2021

In Kooperation mit
07.10.2021

Auch am Bau: Je besser der Ruf, umso leichter finden Firmen Mitarbeiter! Studie von IMWF Austria und a3bau zeigt: Ökologie und Arbeitsbedingungen sind zentral

Ökologie und Arbeitsbedingungen sind auch „am Bau“ die wesentlichsten Anforderungen an Unternehmen. Dies belegt eine umfassende Untersuchung des IMWF Austria in Kooperation mit dem führenden Branchenmagazin a3bau. WIENERBERGER, PORR und IMMOFINANZ erzielen in der Studie Top-Platzierungen zur Reputation der Bau-, Bauzuliefer- und Immobilienbranche.

PORR, STRABAG und RHOMBERG mit höchster Reputation der Baubranche

Bei den Bauunternehmen holt sich PORR mit 8 von 10 möglichen Punkten den ersten Platz. Der Konzern punktet mit Prestigeprojekten wie dem U-Bahn-Ausbau in Wien und dem Koralmtunnel, seiner Strategie für nachhaltiges Bauen und seinen wirkungsvollen Corona-Maßnahmen. Die zuletzt vermeldeten Kartellstrafen für PORR fallen übrigens nicht in den Untersuchungszeitraum.

Dicht hinter PORR liegen STRABAG mit 7,8 und RHOMBERG BAU mit 7,6 Punkten auf den Plätzen 2 und 3. Während STRABAG unter anderem durch eine starke wirtschaftliche Performance aufgefallen ist, stach RHOMBERG mit der Digitalisierung von Baustellen und einem innovativen Holzbausystem hervor. Zudem sind bei allen drei Unternehmen viele positive Aussagen zu Arbeitgeber-Themen zu finden: Aus- und Weiterbildungsinitiativen, Sozialleistungen oder Verpflegung für die Mitarbeiter werden immer wieder erwähnt. „Kein Wunder“, so Studienautor und IMWF-Geschäftsführer Axel Maireder, „ist doch Employer Branding in Zeiten des Fachkräftemangels absolut essenziell. Mit positiven Nachrichten über das Unternehmen sollen bestehende Mitarbeiter gehalten und neue angesprochen werden. Dies wird in der Baubranche durchaus ernst genommen.“

Zulieferer WIENERBERGER, RHI MAGNESITA und BAUMIT punkten u.a. mit Ökologie

Nicht nur Baufirmen, auch die Zuliefer-Industrie nimmt das Thema Employer Branding ernst. Die drei Top-Platzierten in dieser Kategorie – WIENERBERGER (8,4), RHI MAGNESITA (7,9) und BAUMIT (7,3 Reputationspunkte) – weisen eine durchwegs hohe Arbeitgeber-Reputation auf. Besondere Aufmerksamkeit erlangen diese durch ökologische Initiativen: Recycling von Beton bei BAUMIT, Investitionen in Technologien zur Reduktion des CO₂-Ausstoßes bei RHI MAGNESITA oder auch kleineren Aktionen wie dem Aufstellen von Bienenstöcken auf dem Firmendach bei WIENERBERGER.

Auch in der Gebäudetechnik-Branche ist das Thema Nachhaltigkeit wesentlich für die Reputation der Unternehmen. So überzeugt FRONIUS als Top-Platzierter in der Branche (6,4 Punkte) mit grünem Wasserstoff und VIESSMANN (6,3) mit einer Brennstoffzellen-Heizung. „Nachhaltigkeit ist das Thema unserer Zeit und daher längst auch im Bereich Bau und Immobilien angekommen“, kommentiert Maireder. „Fast alle Unternehmen in der Studie punkten mit ökologischen Initiativen und Innovationen – unter anderem, da diese Themen sehr gerne von Influencern auf Social Media und vom klassischen Journalismus aufgegriffen werden.“

mmobilien-AGs dominieren trotz und wegen Übernahmediskussionen

 Bei den Immobilienentwicklern sind die großen Aktiengesellschaften stark in der Außenwahrnehmung. Sie erreichen auch insgesamt die höchste Punktezahl. IMMOFINANZ (9,0) und S IMMO AG (8,9) wurden im ersten Halbjahr 2021 durch die geplante Übernahme des hier Zweit- durch den Erstplatzierten sehr viel mediale Aufmerksamkeit zu Teil. Auch bei der CA IMMO (8,8) stand eine Übernahme durch Investoren im Raum. Rund um solche geplanten oder tatsächlichen Firmenübernahmen wird stark kommuniziert und vielerorts diskutiert, wobei häufig die Vorteile der Zusammenlegung betont werden. Ansonsten stehen bei den Immobilienentwicklern vielfach die Immobilienprojekte selbst im Vordergrund. Auch hier spielt das Thema Ökologie (Umweltstandards, energieeffiziente Gebäude) eine zentrale Rolle.

Reputationsmessung mittels künstlicher Intelligenz

Für die Studie analysierte das IMWF neben dem Bestreben nach Nachhaltigkeit, dem Image als Arbeitgeber und der wirtschaftlichen Performance der Unternehmen auch die Facetten Innovation, Management-Performance und Produktqualität. Dabei wurden alle Aussagen zu den Unternehmen im Laufe eines Jahres (1.8.2020 bis 31.7.2021) untersucht, die online in Social Media, journalistischen Medien, Foren, Blogs u.a. gefallen sind. Rund 65.000 Aussagen wurden dabei gesammelt und in weiterer Folge mit Hilfe künstlicher Intelligenz hinsichtlich ihrer Tonalität bewertet. Also der positive, neutrale oder negative sprachliche Zusammenhang gemessen. Zudem wurden alle Aussagen nach der Reichweite der jeweiligen Medien, Seiten oder Nutzer gewichtet. Auf dieser Basis entstand schließlich für jedes Unternehmen ein Reputations-Score auf einer Skala von 0 bis 10. Je höher der Score, desto besser steht ein Unternehmen in der Öffentlichkeit dar.

Weitere Ergebnisse sowie die Top-Rankings in den einzelnen Branchen sind in der Oktober-Ausgabe und auf der Website von a3bau erschienen.

Detailanalysen zum Industry Reputation Report können beim IMWF angefordert werden.

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